Tapas Geschichten

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Wie enstanden Tapas?

La Tapa ist das spanische Wort für Deckel. Einen Deckel auf das Weinglas zu legen empfiehlt sich in den südlichen Ländern seit jeher – als Schutz gegen Fliegen, aber auch um das Aroma im Glas zu halten. Dann kam eines Tages ein kluger Kopf auf die Idee, dass kleine geröstete und belegte Brotscheiben diese Funktion doch viel besser wahrnehmen können! Das war die Geburtsstunde der Tapas. Ihrer wachsenden Beliebtheit verdanken und ständig erweiternden Vielfalt ihrer Rezepte und Angebotsformen.

Die spanische Tapas-Kultur entstand wahrscheinlich unter dem kastilischen König Alfonso X, im 13. Jahrhundert und geht auch auf den Einfluss der nordafrikanischen Mauren zurück. Das Ritual ums Tapas-Essen (tapeo oder chiquiteo) entspricht der Mentalität der Spanier, denn was könnte schöner sein, als in lockerer Atmosphäre zu essen, zu trinken und zu plaudern?

Wie genießt man Tapas?

Tapas sind jene unwiderstehlichen Kleinigkeiten, die meist auf dem Tresen hinter Glas präsentiert werden und zum Sherry oder Apfelwein, zum Bier oder Wein gereicht werden. Es gibt die Leckereien kalt und warm, einfach oder raffiniert, und sie werden jeden Tag frisch zubereitet. In manchen Gaststätten, den tascas und mesones, kann man unter drei oder vier Dutzend verschiedenen Tapas auswählen. Man erkennt eine herausragende Tapas- Bar am Variationsreichtum der angebotenen Leckereien, aber auch an der Qualität der Schinken und Wurstwaren. Hängen von der Decke Schinken vom Iberischen Schwein (cerdo ibérico) und hausgemachte Würste, deutet dies in der Regel auch auf ein überdurchschnittliches Niveau bei den anderen Tapas hin; speziell bei dem Auftischen von vielerlei kleinen Speisen. Das ist ein Zeichen der kultivierten Gastfreundschaft.

Servierweise von Tapas

Serviert werden Tapas auf kleinen Porzellantellern oder in cazuelitas, den typischen braunen Tonschälchen. Im Norden nennt man die Tapas auch pinchos (Spieße), selbst wenn gar nichts aufgespießt wird, in Valencia kommen sie häufig in Form von montaditos (Berittene) auf den Tisch, das sind kleine, mit den verschiedensten Leckereien belegte Brötchen oder Brotscheiben.

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